Traumstrände auf Chalkidiki
Wie Poseidons Dreizack ragen die drei großen Landzungen der Chalkidiki in die Ägäis, verheißen poetisch die Reiseführer Die drei Halbinseln sind zwischen 30 und 50 Kilometer lang, 10 bis 15 Kilometer breit und bis über 1.200 Meter hoch. Die westlichste der drei – Kassandra – ist touristisch am besten erschlossen. Riesige Hotelkomplexe und unzählige Bungalow-Anlagen, Restaurants, Tavernen, Souvenirmeilen, Diskos und Beach-Bars wuchern bis weit in das bewaldete Hinterland hinein. Sithonia, in der Mitte, gilt als ursprünglicher, persönlicher, dünner besiedelt, mit kleinen Orten, die oft nur aus einem Dutzend Häuser bestehen. Und Athos ist zum größten Teil im Besitz der Mönchsrepublik. Für Frauen absolut tabu, darf sie von normalsterblichen Männern nur unter strengen Auflagen und mit Wochen vorher zu beantragenden Genehmigungen betreten werden. Ganz im Süden der Mönchsrepublik erhebt sich der Heilige Berg. Mit 2.033 Metern die höchste Erhebung des Dreizacks auf.
Von Thessaloniki kommend fahren wir durch die Berge über Paleokastro und Poligiros mit ihrem fantastischen Ausblick hinunter auf den Kassandra-Golf. Weiter geht die Fahrt entlang der Westküste, wo sich uns überall das gleiche Bild bietet. Die weit geschwungenen Sandstrände sind komplett mit Hotels, Restaurants, Tavernen, Beach-Bars, Apartment- oder Privathäusern zugebaut. Erst ganz im Süden lockert sich die Bebauung etwas. So bei Paliouri, an dessen Ortsende rechts ein schmales, kurvenreiches Asphalt-Sträßchen abzweigt, an dessen Ende einige Ferienhäuser, ein kleiner Fischerhafen, vor allem aber eine idyllische, winzige Halbinsel mit der orthodoxen Kapelle Ag. Nikolaos auf uns warten. Nach der Besichtigung der Kapelle fahren wir die holprige Naturpiste noch ein Stück weiter und richten uns auf einem kleinen freien Stück am Ufer mit Blick auf das Kapellchen für die Nacht ein.
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Wenn es Abend wird in Grado, wenn die Sonne langsam golden scheint, dann wird die Altstadt zur Kulisse für ein wunderbares Schauspiel, das den ganzen Sommer über, Tag für Tag, neu aufgeführt wird. Das Stück heißt „passeggiata“ – flaniere und genieße die Stunde. Paare schlendern durch die engen Gassen, Kinder spielen auf der Straße, und viele der Urlauber haben sich zu einem Aperitif an die verlockenden Tische der Restaurants gesetzt. Es duftet nach gegrilltem Fleisch, nach Boreto, der würzigen Fischsuppe, und nach frisch gebackenem Brot.
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